Unter dem Dach der Initiative "JOB – Jobs ohne Barrieren" fand am 02. März 2010 eine Konferenz zur Integration und Ausbildung behinderter Menschen im Trainingscenter der METRO Group in Düsseldorf statt.
Mehr als 250 Gäste aus Politik, Gewerkschaften und Verbänden, Großunternehmen aber auch vielen Kleinbetrieben sowie Trägern der beruflichen Integration und Rehabilitation erhielten einen umfassenden Überblick über Projekte, Fördermöglichkeiten und Integrationserfolge.
"Als Handelskonzern hat die METRO Group ein natürliches Interesse an Stabilität in Wirtschaft und Gesellschaft. Diese Stabilität kann nur erreicht werden, wenn alle gesellschaftlichen Kräfte an der Integration benachteiligter Gruppen mitwirken. Gerade für behinderte Jugendliche ist dabei eine gute allgemeine und berufliche Bildung der Schlüssel zur sozialen Integration in das Berufsleben und zur gesellschaftlichen Teilhabe", betonte Dr. Jürgen Pfister, Bereichsleiter Personal und Soziales der METRO Group einleitend.
Wie leistungsstark behinderte Menschen nach erfolgreicher Integration vielfach in den Betrieben auftreten, zeigten fünf betroffene Auszubildende in einer Gesprächsrunde unter Leitung der WDR-Moderatorin Steffi Neu. Mit dabei waren Sonja Hagedorn und Marc Schroth, die als Teilnehmer der „Verzahnten Ausbildung mit Berufsbildungswerken“, kurz VAmB, den praktischen Teil ihrer Berufsausbildung in den Verkaufsabteilungen der Galerie Kaufhof Essen absolvieren. Für die intensive sozialpädagogische, psychologische und arbeitsmedizinische Betreuung sorgt in diesem Verzahnungsmodell mit Wirtschaftsunternehmen das Kolping-Berufsbildungswerk in Essen.
„Mehr als 200 Auszubildende haben auf diese Weise seit 2004 den praktischen Teil ihrer Ausbildung im Handel, der Gastronomie oder der Logistik in Betrieben der METRO Group erfolgreich absolviert“, sagte Olaf Stieper, Leiter Berufsbildung der METRO AG. Weitere Informationen unter www.vamb-projekt.de.
Ein TV-Team von SAT.1 berichtete über die Veranstaltung und interviewte dabei auch Felix Osthold, Auszubildender von METRO Cash & Carry Deutschland an seinem Arbeitsplatz. Er meistert seinen Arbeitsalltag in der Hauptverwaltung trotz einer linksseitigen Teillähmung mit viel Geschick und Engagement sehr erfolgreich.
Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, betonte, wie wichtig ihm gerade die integrative Ausbildung und Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt sei.
Peter Clever, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände und Hans-Joachim Fuchtel, parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, forderten eindringlich eine größere Offenheit und Bereitschaft zur Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Handicap in den Betrieben.
In Praxisbeispielen aus Unternehmen äußerten sich Inhaber, Führungskräfte und Ausbilder zu überwundenen Hürden, manchmal zähflüssiger Bürokratie aber auch verblüffenden Erfolgen.
Rouben Halajian, Leiter internationale Personalpolitik und Diversity der METRO AG, wies besonders auf die neue weitreichende Rahmenintegrationsvereinbarung auf Konzernebene hin, die vor kurzem mit den Sozialpartnern vereinbart wurde.
Insgesamt ging von dieser Konferenz ein ermutigendes Signal für eine größere Chancengleichheit und Integration behinderter Menschen aus.