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2005/05/01

"Globalisierung konkret: Die Produktkette Fisch" - Vom Fischfang bis zum Metro-Markt -

Die einen mögen ihn gar nicht, für andere ist er eine Delikatesse. Gesund ist er allemal und selbst eingefleischte Vegetarier essen ihn hin und wieder: Es geht um Fisch und darum, wo er herkommt und wie er verkauft wird. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 des Lise-Meitner-Gymnasiums in Leverkusen beschäftigten sich im Rahmen des Grundkurses Erdkunde mit der "Produktkette Fisch"


Zunächst wurde das Thema im Unterricht behandelt und durch Internet-Recherchen weiter erschlossen.

Dann ging es in die Praxis: im Metro Markt in Leverkusen konnten die Schüler vor Ort sehen, wie der Fisch angeboten wird und mit den Marktleitern Fragen rund um das Thema Fischfang diskutieren. Im Vordergund standen die Fragen: Wo kommt der Fisch her und wie wird er abgesetzt. Die Metro ist immerhin weltweit größter Händler für Frischfisch.

Die Schüler erfuhren von den Qualitätskriterien nach denen die Metro ihr Fischangebot auswählt und betrachteten vor Ort das Angebot. Ihnen wurde deutlich, dass Kundenzufriedenheit Garant für den Erfolg ist. Sie befragten selbst die Kunden der Metro und stellten fest, dass die Kunden sehr zufrieden mit dem Angebot und der Freundlichkeit des Personals sind.

Aber auch kritische Fragen zum Thema Fischfang wurden erörtert. Eine Folge der Globalisierung und der weltweit gestiegenen Nachfrage nach Fisch ist die Überfischung der Meere. Durch den Fischfang sind viele Fischarten mittlerweile in ihrem Bestand bedroht. Es wurden Ursachen und Maßnahmen diskutiert, um das Aussterben einzelner Fischarten zu verhindern.

Doch was heißt das für einen Handelskonzern und was kann ein Markt tun, um das Angebot für seine Kunden sicherzustellen und andererseits der Überfischung der Meere entgegen zu wirken? Die Lösung bei Metro: Durch die Einführung eine Siegels für internationale und nachhaltige Fischereistandards versucht man, den Kollaps der Meere zu verhindern. Darüber hinaus gibt es regulierende EU-Standards, die für die Metro bindend sind.

Das "Fisch-Projekt" wurde von Petra Heuer durchgeführt, die am Lise-Meitner Gymnasium als Referendarin tätig ist. Das vierwöchige Projekt hatte zum Ziel Schülerinnen und Schülern Globalisierungsprozesse konkret und praxisorientiert zu veranschaulichen.

Die Erarbeitung verschiedener Einzelthemen verlief in Gruppen; die Exkursion und die Expertengespräche wurden gemeinsam durchgeführt. Bei der Befragung im Metromarkt standen Unternehmensexperten (Herr Marketsmüller, Herr Arentz, Herr Ellrich, Herr Kronenberg und Herr Küper) als Ansprechpartner zur Verfügung. Die Auswertung der Gespräche fand wiederum in Gruppen statt und am Ende wurden die Ergebnisse zu einer gemeinsamen Präsentation zusammengefügt. (Diese können Sie hier abrufen.)

Diese Ergebnispräsentation wurde Mitarbeitern und Azubis der Metro in der Schule vorgeführt. Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler und die Mitarbeiter der Metro waren von dem Projekt begeistert. Vor allem die Ergebnisse der Kundenbefragung waren für die Metro interessant. Die Schüler fanden das Projekt sehr praxisnah und anschaulich.






 
 



 
 



 
 


 

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